DIY Pixel-Stick

Eine weitere sehr lustige Gestaltungsmöglichkeit für Fotos mit Langzeitbelichtung ist die Verwendung eines sogenannten Pixel-Sticks. Mit diesem lassen sich beliebige Wörter oder Bilder in die Landschaft projizieren. Ein Pixel-Stick funktioniert ähnlich wie ein Monitor. Er stellt nacheinander die Spalten eines Bildes dar und wenn man sich langsam vorwärts bewegt entsteht durch die LZB der Einduck, als stünde das Bild frei in der Gegend. Die Höhe des Bildes ist Abhängig von der länge des Pixel-Sticks und die Auflösung abhängig von der Anzahl Pixel pro Meter.

Die Fotos hier sind mit einem ein Meter langen Pixel-Stick mit 144 Pixeln entstanden.

(Die blaue Linie ist übrigens eine nicht ausgeschaltete LED vom Countdown 🙂 )

Einen Pixel-Stick kann man fertig kaufen (350-400€) oder mit etwas Geschick selber bauen (<100€). Hierfür braucht es nicht viel und eigentlich auch kaum handwerkliches Geschick.

Teileliste für den Prototypen:

Strip mit einzeln adressierbaren LEDs (Amazon, ca. 30€)
Adafruit Feather 32u4 Adalogger (Exp-Tech, 21€)
Kleines Breadboard (8x4cm mit 23 Reihen, hatte ich noch)
Membran Keypad (Exp-Tech, 2,95€)
Screw Terminal Block (Exp-Tech, 2,50€)
Jumper-Wires (Exp-Tech, 4,25€)
Universalgehäuse (Conrad, 6,23€)
Alu-U-Profilleiste (Baumarkt, ca. 10€ für 2m)
Powerbank (eckig für eine einfachere Montage, Amazon ca. 10€)
Micro-USB Kabel
Montageband / Doppelseitiges Klebeband für das Befestigen des LED Strips
Klettband für das rückseitige Befestigen der Box und des Akkus an

Gesamtpreis für alles ca. 90€

Das ist die fertige Verdrahtung für die Steuerung [Schaltplan folgt später]. Das Keypad habe ich mit Jumper-Wires angesteckt, was nicht zwingend nötig ist, aber etwas mehr Spielraum im Gehäuse bietet. Die PIN-Belegung des Keypads passt zufällig genau mit den PINs auf dem Feather-Board (GND, Analog 0-3). Das Kabel am Terminal-Block ist beim LED-Strip dabei. Für die Stromversorgung verwende ich eine Power-Bank, das Board läuft aber auch mit einen Lithium-Ionen-Akku.

Der LED-Strip in einem wetterfesten Schlauch, so ließ er sich einfacher verbauen. Alternativ – vor allem wenn der Stick länger werden soll – gibt es die Strips auch ohne Schlauch. So lassen sich mehrere Strips verbinden.

Die Alu-U-Profilleiste. Ich habe an der Rückseite mittig einen Holzklotz angeschraubt, so dass sich der Stick besser halten und senkrecht balancieren lässt. Der Stick ist genau ein Meter lang, da ich gerne noch einen zweiten Stick aus der Leiste bauen möchte. Der LED-Strip ist aber etwas länger. Vor dem Abschneiden also besser nochmal messen.

Das Gehäuse habe ich auf gut Glück gekauft. Da ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich lieber ein schwarzes oder durchsichtiges haben möchte, hab ich zwei gekauft und kombiniert 🙂

Fertig zusammengebaut.

Der Sketch für das Feather Board ist sehr simpel gehalten.

Wer daran interessiert ist, wie die Bilder in den Stick und dann anschließen wieder heraus kommen, der kann sich hier die Quellen für den Stick und den Converter herunter laden:

Sketch für Arduino

Converter (oder als JAR für die Kommandozeile, benötigt ein Java Runtime Environment)

Aufruf zum Konvertieren einer Datei:

$ java -jar bmpconverter.jar namederdatei.bmp

 

 

Verdrahtung:

Ich hoffe, auf dem Bild ist alles halbwegs zu erkennen.

Der LED-Strip ist an

Rot: Power an PIN 2 +3V, ggf. USB Power verwenden (könnte auch das Problem unten lösen, muss ich mal ausprobieren).
Grün: Data an PIN 10
Weiß: GND an PIN GND
angeschlossen.

 

Die Buttons sind an
GND: Hier das blaue Kabel an GND
Buttons: A0 – A3
angeschlossen.

 

Eigentlich wollte ich noch ein OLED-Display auf das Feather Board aufstecken, um eine einfache Auswahl für die Grafikdatei zu haben. Leider verträgt sich aber die OLED-Library nicht mit der NeoPixel Library, so dass ich auf das Display verzichtet habe. Stattdessen kann die Datei jetzt über die Pixel auf dem Pixel-Stick ausgewählt werden.

 

Schreibe einen Kommentar