LNDFW: Lightpainting mit ZOLAQ

Ein Lightpainting Workshop mit ZOLAQ ist immer ein tolles Erlebnis. Olaf ist ein supernetter, verrückter Mensch, der genau weiss, wie er andere begeistern kann und immer wieder mit genialen Ideen ankommt. Selbst ohne Stimme, wie in dieser Nacht 🙂

Wer wissen möchte, wie das geht und wie man Tools für’s Lightpainting bauen kann, dem empfehle ich neben Olafs Website www.zolaq.de auch Olafs YouTube-Kanal.

 

 

Festival of lights – Lasst es leuchten!

An diesem Wochenende waren wir auf dem Festival of Lights, einer vom Lichtkünstler ZOLAQ ins Leben gerufenen Veranstaltung, bei der es hauptsächlich darum ging, Fotos zu schießen, Lichtgemälde zu kreiren und mit vielen Gleichgesinnten auf dem Gelände der ehemaligen Lungenheilstätte Grabowsee bei Berlin Spaß zu haben.

Und genau so war es auch! Mir steht das Grinsen immer noch im Gesicht, wenn ich an das tolle Wochenende zurückdenke. Campen auf einem Lost Place, Sonne satt bei 38°C, dafür aber ein See direkt vor der Tür, viele verrückte Leute und die Nacht zum Tag machen!

Natürlich waren wir wieder viel zu spät da, ich musste ja unbedingt noch eine Glaskugel aus dem Büro holen, die ich für ein paar Fotos verwenden wollte, aber vergessen habe, sie mitzunehmen. Das allein hat schon eine Stunde mit Stau durch die Stadt gekostet. Aber egal.

Um 18:05 waren wir dann endlich dort und das Tor, das nur zu jeder vollen Stunde geöffnet werden sollte, wieder geschlossen. Die letzten 2km über Kopfsteinpflaster haben dann doch fast 10 Minuten gekostet. Bibi war aber so nett, trotzdem nochmal mit der Fahrrad vorbei zu kommen, um uns rein zu lassen. Das nächste Mal revengiere ich mich dafür, versprochen 🙂

Das Camp war natürlich schon gut belegt und wir haben mit Erstaunen festgestellt, dass wir die einzigen (glaubten wir) waren, die mit ’nem Wohnmobil angereist sind.

ZOLAQ – Steelwool and light painting fun 2018

Wow, war das ein Spaß!! Heute hat es endlich mal geklappt und wir sind  im Stadtpark zum „Steelwool and light painting fun“ Event. Organisieren tut diese Events  ZOLAQ, in meinen Augen einer der engagiertesten und inspirierenden Künstler auf dem Gebiet des Light Paintings.

Meine Fotoausbeute ist nicht so groß ausgefallen, da ich auf der anderen Seite des Teichs geholfen habe, die Stahlwolle zu schwingen. Es waren fast 100 Kameras auf das Geschehen gerichtet, die letztendlich Unmengen an Bildern produziert haben und es war unendlich cooler, etwas zu diesen Bildern beigetragen zu haben. Die Jungs sind echt verrückt und es hat einen Mega-Spass gemacht.

Danke nochmals, für das, was Ihr da organisiert habt. Wir sehen uns im Herbst oder auf einem Workshop sicherlich wieder.

 

LZB Fender Stratocaster

Ein Freund brachte mich auf die Idee mit der Langzeitbelichtung. Seine Kamera, eine Olympus OM-D EM-10 II, hat ein Feature, dass sich Live-Composing nennt und mit dem es sehr einfach ist, Bilder mit Licht zu zeichnen. Meine Canon hat das natürlich nicht, aber ich glaube, im Bulb-Modus kann ich ähnliche Ergebnisse erzielen.

 

Hilfsmittel:
Light-Blade, Taschenlampe
Light-Wires
LED-Kette (nicht im Bild)

DIY Pixel-Stick

Eine weitere sehr lustige Gestaltungsmöglichkeit für Fotos mit Langzeitbelichtung ist die Verwendung eines sogenannten Pixel-Sticks. Mit diesem lassen sich beliebige Wörter oder Bilder in die Landschaft projizieren. Ein Pixel-Stick funktioniert ähnlich wie ein Monitor. Er stellt nacheinander die Spalten eines Bildes dar und wenn man sich langsam vorwärts bewegt entsteht durch die LZB der Einduck, als stünde das Bild frei in der Gegend. Die Höhe des Bildes ist Abhängig von der länge des Pixel-Sticks und die Auflösung abhängig von der Anzahl Pixel pro Meter.

Die Fotos hier sind mit einem ein Meter langen Pixel-Stick mit 144 Pixeln entstanden.

(Die blaue Linie ist übrigens eine nicht ausgeschaltete LED vom Countdown 🙂 )

Einen Pixel-Stick kann man fertig kaufen (350-400€) oder mit etwas Geschick selber bauen (<100€). Hierfür braucht es nicht viel und eigentlich auch kaum handwerkliches Geschick.

Teileliste für den Prototypen:

Strip mit einzeln adressierbaren LEDs (Amazon, ca. 30€)
Adafruit Feather 32u4 Adalogger (Exp-Tech, 21€)
Kleines Breadboard (8x4cm mit 23 Reihen, hatte ich noch)
Membran Keypad (Exp-Tech, 2,95€)
Screw Terminal Block (Exp-Tech, 2,50€)
Jumper-Wires (Exp-Tech, 4,25€)
Universalgehäuse (Conrad, 6,23€)
Alu-U-Profilleiste (Baumarkt, ca. 10€ für 2m)
Powerbank (eckig für eine einfachere Montage, Amazon ca. 10€)
Micro-USB Kabel
Montageband / Doppelseitiges Klebeband für das Befestigen des LED Strips
Klettband für das rückseitige Befestigen der Box und des Akkus an

Gesamtpreis für alles ca. 90€

Das ist die fertige Verdrahtung für die Steuerung [Schaltplan folgt später]. Das Keypad habe ich mit Jumper-Wires angesteckt, was nicht zwingend nötig ist, aber etwas mehr Spielraum im Gehäuse bietet. Die PIN-Belegung des Keypads passt zufällig genau mit den PINs auf dem Feather-Board (GND, Analog 0-3). Das Kabel am Terminal-Block ist beim LED-Strip dabei. Für die Stromversorgung verwende ich eine Power-Bank, das Board läuft aber auch mit einen Lithium-Ionen-Akku.

Der LED-Strip in einem wetterfesten Schlauch, so ließ er sich einfacher verbauen. Alternativ – vor allem wenn der Stick länger werden soll – gibt es die Strips auch ohne Schlauch. So lassen sich mehrere Strips verbinden.

Die Alu-U-Profilleiste. Ich habe an der Rückseite mittig einen Holzklotz angeschraubt, so dass sich der Stick besser halten und senkrecht balancieren lässt. Der Stick ist genau ein Meter lang, da ich gerne noch einen zweiten Stick aus der Leiste bauen möchte. Der LED-Strip ist aber etwas länger. Vor dem Abschneiden also besser nochmal messen.

Das Gehäuse habe ich auf gut Glück gekauft. Da ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich lieber ein schwarzes oder durchsichtiges haben möchte, hab ich zwei gekauft und kombiniert 🙂

Fertig zusammengebaut.

Der Sketch für das Feather Board ist sehr simpel gehalten.

Wer daran interessiert ist, wie die Bilder in den Stick und dann anschließen wieder heraus kommen, der kann sich hier die Quellen für den Stick und den Converter herunter laden:

Sketch für Arduino

Converter (oder als JAR für die Kommandozeile, benötigt ein Java Runtime Environment)

Aufruf zum Konvertieren einer Datei:

$ java -jar bmpconverter.jar namederdatei.bmp

 

 

Verdrahtung:

Ich hoffe, auf dem Bild ist alles halbwegs zu erkennen.

Der LED-Strip ist an

Rot: Power an PIN 2 +3V, ggf. USB Power verwenden (könnte auch das Problem unten lösen, muss ich mal ausprobieren).
Grün: Data an PIN 10
Weiß: GND an PIN GND
angeschlossen.

 

Die Buttons sind an
GND: Hier das blaue Kabel an GND
Buttons: A0 – A3
angeschlossen.

 

Eigentlich wollte ich noch ein OLED-Display auf das Feather Board aufstecken, um eine einfache Auswahl für die Grafikdatei zu haben. Leider verträgt sich aber die OLED-Library nicht mit der NeoPixel Library, so dass ich auf das Display verzichtet habe. Stattdessen kann die Datei jetzt über die Pixel auf dem Pixel-Stick ausgewählt werden.