ZOLAQ – Steelwool and light painting fun 2018

Wow, war das ein Spaß!! Heute hat es endlich mal geklappt und wir sind  im Stadtpark zum „Steelwool and light painting fun“ Event. Organisieren tut diese Events  ZOLAQ, in meinen Augen einer der engagiertesten und inspirierenden Künstler auf dem Gebiet des Light Paintings.

Meine Fotoausbeute ist nicht so groß ausgefallen, da ich auf der anderen Seite des Teichs geholfen habe, die Stahlwolle zu schwingen. Es waren fast 100 Kameras auf das Geschehen gerichtet, die letztendlich Unmengen an Bildern produziert haben und es war unendlich cooler, etwas zu diesen Bildern beigetragen zu haben. Die Jungs sind echt verrückt und es hat einen Mega-Spass gemacht.

Danke nochmals, für das, was Ihr da organisiert habt. Wir sehen uns im Herbst oder auf einem Workshop sicherlich wieder.

 

Torpedo Harms – Kick’n Roll

Torpedo Harms – Kick’n Roll in Schernikau

http://torpedoharms.blogspot.de/

 

#minikosmos Es wird Frühling

#minikosmos – Fröhliche Ostern

#minikosmos – reloaded

#minikosmos – Gallerie

Dinge auf dem dreiseitigen Tisch

Mein erstes echtes Schwarzweiß-Projekt mit einer Filmkamera. Als Thema habe ich mir „Alte Dinge auf einem alten, dreiseitigen Tisch“ gesetzt. Da hier so viele alte Dinge herumliegen ich mir als zweite Aufgabe gesetzt habe, nur 24 Bilder zu fotografieren, fiel die Auswahl ziemlich schwer.

Ich habe meine Minolta XD-5 verwendet, in der ein Ilford FP4+ Film mit 125 ASA steckte. Testbilder habe ich mit der Canon EOS 80D gemacht und festgestellt, dass es hier ziemlich dunkel ist und grade die Bilder mit dem laufenden Plattenspieler nicht so gut aussahen. Also habe ich meinen Yongnuo mit Sender eingesetzt, um die Szene einzublitzen.

Natürlich habe ich das Handbuch der XD-5 nicht gelesen und war mir 100% sicher, dass die grüne 125 auf dem Belichtungszeitenrad die Blitzsynchronzeit ist. Das dem nicht so war, habe ich nach dem Entwickeln an dem schwarzen Balken an der Unterseite jedes festgestellt, so dass ich mich schon fragte, ob Schwarzweissfotos schmaler sind:

Bei der XD-5 ist die Blitzsynchronzeit 1/100 Sekunden und mit einem kleinen roten X gekennzeichnet. Man lernt nie aus.

Naja, schade, aber nicht zu ändern. Bei der Filmfotografie kommen die Überraschungen eben immer erst am Ende ans Tageslicht.

 

La Palma auf Film

Über Weihnachten waren wir auf La Palma und ich hatte das erste mal seit vielen Jahren eine Filmkamera und viele Filme mit auf Reisen. Eigentlich hatte ich es immer vermieden, überhaupt eine Kamera mitzunehmen, weil ich sie meistens sowieso nicht benutzt habe. Es ist einfach mühselig, zuhause hunderte von Bildern zu sichten. Die paar Handyfotos haben mir eigentlich immer gereicht. Dieses mal war’s aber anders.

Am Anfang stand ich vor der Qual der Wahl, welche Kamera ich mitnehmen soll. Mit keiner der Kameras hatte ich Langzeiterfahrungen und an jeder der Kameras geht irgendetwas anderes nicht. Ich hab mich dann für die Minolta X-700 entschieden, weil sie leicht ist und ich eine Tasche dafür habe, die sie vor Stößen schützt.

Dass das die falsche Wahl war, musste ich feststellen, nachdem ich die Filme zuhause entwickelt habe. Irgendwas stimmt mit dem Verschluss nicht und bei kürzeren Belichtungszeiten sind die Bilder nur halb belichtet.

Tja, ärgerlich, aber im nachhinein nicht zu ändern. Filmfotografie bedeutet ja auch immer Überraschungen.

Aber einige der Bilder sind trotzdem ganz gut geworden und ich wollte ja auch am Ende nur eine kleine Auswahl haben.

Ok, ich hatte auch noch meine Sony a6000 dabei 🙂

Neues Hobby: Alte Kameras reinigen und reparieren

So, jetzt bin ich offiziell alt. Nicht dass ich das nicht schon vorher war, schließlich werde ich von jedem auf der Strasse, im Bus und überall gesiezt. Erst habe ich das Rock’n Roll-Dasein gegen eine Spiegelreflexkamera und ein „Fotolabor“ in der Waschküche getauscht, was eigentlich schon bedenklich genug war. Jetzt fange ich auch noch an, alte Kameras zu reinigen – mit Baumwollhandschuhen, Pinsel und Blasebalg.

Letztens habe ich in einer Börse für analoge Kameras und Zubehör eine – naja – doch nicht mehr ganz gut erhaltene Minolta XD-5 für so wenige Euronen bekommen, dass ich mir keine großen Gedanken über ihren möglichen Zustand gemacht habe. Wenn sie ok ist, dann benutze ich sie, falls nicht, dann eben nicht. Sieht ja auch schön aus, wenn sie im Regal liegt. Sie als Ersatzteillager zu nutzen, würde ich nicht über’s Herz bringen.

Die Kamera hat ein paar rostige Stellen (Flugrost) und Dellen, was ok ist, schließlich ist sie im besten Fall von 1984, also über 30 Jahre alt. Die Elektronik scheint aber in Ordnung zu sein, zumindest hört es sich so an, als würden die Belichtungszeiten ungefähr stimmen.

Was mich aber echt nervte, waren die vielen schwarzen Krümel im Sucher.

Auf dem Spiegel war nichts, den hatte ich schon sauber gepustet. Also musste sich der Dreck irgendwie im Sucher befinden. Ich wusste nicht, wo nach ich googlen soll. „Dreck im Sucher“ ergab nicht so viele brauchbare Ergebnisse. Also bei YouTube usw. mal nach Reparaturvideos geguckt, aber so richtig schlau bin ich auch nicht daraus geworden.

Dann hab ich statt „Sucher“ mal nach „Mattscheibe“ gesucht und mich dran erinnert, dass ich selbige bei der X-700 wechseln können müsste und in irgendeinen Forum habe ich dann auch ein paar Sätze gelesen, die mich im Glauben ließen, dass Ausbau und Einbau der Mattscheibe durchaus machbar sind.

Heute nacht um halb 3, ich konnte nicht schlafen, hab ich es mal gewagt. Man braucht

Der Ausbau ist relativ einfach.

  1. Die beiden kleinen Schrauben vorsichtig lösen. Möglicherweise sind sie ein wenig fest gerostet, trotzdem nicht mit Gewalt an die Sache gehen. Die kleine Platte und die Schrauben gut weglegen.
  2. Unter der kleinen Platte ist eine Halterung mit einer Lasche, die die Mattscheibe festhält. Die kann leicht mit der Pinzette herausgenommen werden. Die Mattscheibe selbst hat eine kleine Nase (hier nicht im Bild), damit sie nicht nach unten herausfallen kann.
  3. Wichtig: Die Einbaulage merken. Auf der linken Seite befindet sich eine kleine Schiene. Die Unterseite der Mattscheibe, also die Seite, die zum Spiegel zeigt, ist geriffelt. Bitte nur vorsichtig dran fühlen, da sie sehr empfindlich ist und schnell verkratzt. Die Oberseite ist glatt, auch hier sehr vorsichtig sein.
  4. Hinten in der Kamera ist eine Feder, die die Mattscheibe nach vorne drückt, so dass sie diese nicht herausfallen kann. Mit der Pinzette oder besser einem kleinen Plastikspachtel, den man sich aus einer alten EC-Karte bauen kann, muss die Mattscheibe jetzt vorsichtig nach hinten gedrückt werden, bis sie herausfällt. Jetzt kann die Mattscheibe mit der Pinzette vorsichtig herausgenommen und gereinigt werden.

Mit der Ultraschallreinigungsgerät hat die Reinigung ganz gut funktioniert. Vor dem Einbau muß die Mattscheibe aber gut abtrocknen, da sich sonst Pilze bilden können.

Der Einbau erfolgt dann in umgekehrter Reihenfolge:

  1. Die Mattscheibe mit der Pinzette vorsichtig hinten auf der Feder aufsetzen. Einbaulage beachten und niemals Gewalt anwenden.
  2. Die Nase der Mattscheibe vorne in die kleine Lücke drücken. Jetzt fällt die Mattscheibe schon nicht mehr heraus und das Ergebnis kann kurz geprüft werden.
  3. Die Halterung und die kleine Platte vorsichtig mit der Pinzette einsetzen.
  4. Vorsichtig festschrauben, niemals Gewalt anwenden.

Fertig!

Ich habe den gröbsten Schmutz von der Mattscheibe und auch vom dahinter liegenden Prisma entfernen können. Da es hier aber sehr staubig ist, sind immer noch ein paar Krümel zu sehen, aber die ignoriere ich erstmal. Jetzt, wo ich weiss, wie es geht, kann ich das später nochmal machen.

So, ich hoffe, dass Dir das weiter hilft. Viel Spass und immer schön vorsichtig sein 🙂